Zustiftung

Das Stiftungsvermögen, also das Stiftungskapital, kann durch Zustiftung erhöht werden. Zustiftungen ab 10.000 Euro können für einen bestimmten Zweck oder ein bestimmtes Ziel erfolgen.

Eine Zustiftung erfolgt in den Kapitalstock der Bürgerstiftung. Das Vermögen wird sicher und ertragsbringend angelegt und bleibt damit dauerhaft erhalten. Darüber wachen die Stiftungsorgane, die staatliche Stiftungsaufsicht und das Finanzamt. Die aus dem Vermögen erwirtschafteten Erträge werden für die satzungsgemäßen Aufgaben der Stiftung verwendet.

Die Bürgerstiftung Bottrop  ist auf Zustiftungen angewiesen, um das Anfangskapital nachhaltig aufzustocken. Nur aus einem nennenswerten Stiftungskapital können Erträge in einer Größenordnung erwirtschaftet werden, die der Aufgabenstellung der Stiftung angemessen gerecht werden.

Auch die sog. Zweckzustiftung ist eine Zustiftung in den Kapitalstock der Bürgerstiftung, jedoch mit der Besonderheit, dass der Zweckbereich oder innerhalb des Zweckbereiches einzelne Ziele für die spätere Verwendung der Erträge bestimmt werden können. Zweckzustiftungen sind ab einem Betrag von 10.000 Euro möglich.

Die Zweckzustiftung kann auch den Namen des Stifters tragen. 

Wenn Sie die Bürgerstiftung in Ihrem Testament als Erbin (insgesamt), Miterbin (zu einem Teil) oder Vermächtnisnehmerin (für einen bestimmten Betrag oder Gegenstand) einsetzen, so bleibt die Bürgerstiftung frei von Erbschaftsteuer (§ 13 Erbschaftsteuergesetz). Außerdem ist eine rückwirkende Befreiung von eigener Erbschaftsteuer bei Übertragung ererbten Vermögens innerhalb von zwei Jahren nach dem Erbfall z. B. auf die Bürgerstiftung Bottrop möglich (§ 29 Abs. 1 Nr. 4 S.1 ErbStG).